Auslegung und Bibliographie zur Bibel


Apostelgeschichte (9-12)

Die Anfänge der Heidenmission

Apg 11,19-21

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Jede Seite enthält eine Übersetzung des jeweiligen Bibeltextes, sowie Beobachtungen (Vorbereitung der Auslegung), Hinweise zu weiterführender Literatur und eine abschließende Literaturübersicht.

Apg 11,19-21

 

 

Übersetzung

 

Apg 11,19-21:19 Diejenigen nun, die infolge der Bedrängnis, die wegen Stephanus entstanden war, zerstreut worden waren, gelangten bis nach Phönizien, Zypern und Antiochia; zu niemandem redeten sie das Wort außer allein zu Juden. 20 Es waren aber einige von ihnen Männer aus Zypern und Kyrene, die, als sie nach Antiochia gekommen waren, auch zu den Griechen redeten und ihnen den Herrn Jesus verkündigten. 21 Und die Hand des Herrn war mit ihnen, und eine große Zahl, die zum Glauben kam, bekehrte sich zum Herrn.

 

 

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V. 19

 

Beobachtungen: 11,19-30 handelt vom Anfang der Gemeinde in Antiochia. Dabei ist der Abschnitt folgendermaßen untergliedert: Die Mission der wegen Stephanus Verfolgten (11,19-21); der von der Jerusalemer Gemeinde nach Antiochia gesandte Barnabas bestärkt die antiochenischen Gemeindeglieder im Glauben (11,22-24); Barnabas und Saulus wirken ein Jahr gemeinsam in Antiochia (11,25-26); die Kollekte der antiochenischen Christen für die Glaubensgenossen in Judäa (11,27-30).

 

11,19 knüpft an 8,1 und 8,4 an, wo von einer großen Verfolgung der Jerusalemer Gemeinde infolge des Auftretens des Stephanus und von einer Zerstreuung die Rede ist. Allerdings ist an diesen Stellen nur von der Zerstreuung nach Judäa und Samarien die Rede. 11,19 gibt dagegen mit Phönizien, Zypern und Antiochia weiter von Jerusalem entfernte Zufluchtsgebiete an, bis zu denen die Zerstreuten gelangten.

 

"Phönizien“ ist die Bezeichnung für einen etwa 120 Kilometer langen Streifen an der Mittelmeerküste vom Berg Karmel im Süden bis zum Fluss Eleutheros im Norden. Dieser Küstenstreifen gehört heute zu den beiden Staaten Libanon und Syrien.

 

Die im östlichen Mittelmeer gelegene Insel Zypern war seit 58 v. Chr. Bestandteil des Römischen Reiches und gehörte zunächst zur Provinz Kilikien. 22 v. Chr. wurde die Insel eine eigenständige senatorische Provinz "Cyprus“ mit der Hauptstadt Nea Paphos. Dass Zypern als eines der Gebiete genannt wird, in denen die Zerstreuten missionarisch tätig waren, erstaunt insofern, als 13,4-11 annehmen lässt, dass Saulus und Barnabas Zypern als unbearbeitetes Missionsgebiet vorfanden.

 

Das im Südosten der heutigen Türkei gelegene Antiochia (heute: Antakya) am Orontes war nach Rom und Alexandria mit etwa 500000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Römischen Reiches und seit 64 v. Chr. die Hauptstadt der römischen Provinz Syria. Es handelte sich bei der Stadt um einen Schmelztiegel verschiedenster Völker, Sprachen und Religionen.

 

Ebenso wie in 8,4 ist in 11,19 davon die Rede, dass die Zerstreuten "das Wort“ verkündigten, wobei in 11,19 − anders als 8,4 − nicht das Verb "euangelizomai“ ("verkündigen“), sondern das Verb "laleô“ ("reden“) benutzt wird. Mit dem "Wort“ ("logos“) ist sicherlich nicht ein einzelnes Wort gemeint, sondern eine Rede, und zwar vermutlich die "frohe Botschaft“ (Evangelium), um deren Ausbreitung es in der Apg ja geht.

 

Bei den Zerstreuten dürfte es sich um (hellenistische) Judenchristen gehandelt haben. So lässt sich auch erklären, dass ein großer Teil von ihnen wie selbstverständlich nur zu Juden "das Wort redete“. Dieser Begrenzung der Adressatenschaft liegt die Vorstellung zugrunde, dass Christ nur werden könne, wer dem Volk Israel, den Juden, angehört. Sie setzt eine nennenswerte Zahl Juden in Phönizien, Zypern und Antiochia voraus.

 

Unklar ist, ob die zerstreuten Judenchristen erst nach ihrer Ankunft in Phönizien, Zypern und Antiochia verkündigten, oder ob sie dies auch schon auf dem Wege dorthin taten.

 

Weiterführende Literatur:

 

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V. 20

 

Beobachtungen: Fraglich ist, ob die "Männer aus Kyrene“ ("andres Kyrênaioi“) aus der Landschaft Kyrenaika, einer der drei historischen Großprovinzen Libyens, oder aus ihrer Hauptstadt und Namensgeberin Kyrene stammten. Die Kyrenaika war 96 v. Chr. unter die Herrschaft Roms gekommen und zum Bestandteil der Provinz Creta et Cyrene geworden. Weil die unmittelbar vor den "Männern aus Kyrene“ genannten "Männer aus Zypern“ ("andres Kyprioi“) eindeutig nicht aus einer Stadt, sondern aus einem Land bzw. einer römischen Provinz, nämlich aus Zypern (römische Provinz Cyprus), kamen, liegt die Vermutung nahe, dass "aus Kyrene“ ebenfalls nicht die Herkunft aus einer Stadt angibt. Allerdings kann durchaus neben den Namen einer Landschaft, eines Landes oder einer Provinz ein Stadtname gestellt werden, wie die Formulierung "bis nach Phönizien, Zypern und Antiochia“ beweist. Daher ist nicht ausgeschlossen, dass die "Männer aus Kyrene“ aus der Stadt Kyrene stammten.

 

Weil sich die Heidenmission noch in den ersten Anfängen befand und es sich bei den Zerstreuten um Judenchristen handelte, dürften auch die "Männer aus Zypern und Kyrene“ Judenchristen gewesen sein. Diese Männer stammten zwar aus Zypern und aus Kyrene, gelangten dort aber nicht aufgrund der Bedrängnis, die wegen Stephanus entstanden war, hin. Kyrene erscheint nämlich nicht in der Aufzählung der Zufluchts- und Missionsgebiete und Zypern wird in einem Atemzug mit Kyrene genannt.

Wann und wo die aus Zypern und Kyrene stammenden Juden zum Glauben an Jesus Christus gekommen waren, ist fraglich. Dass gerade solche Judenchristen aus der Diaspora auch zu den "Hellenisten/Griechen“ redeten und ihnen den "Herrn“ Jesus verkündigten, mag damit zusammenhängen, dass sie aufgrund ihrer Herkunft den Umgang mit Heiden griechischer Sprache und Kultur gewohnt waren. Da lag die Heidenmission nahe. Unklar ist jedoch, inwieweit die Heidenmission der "Männer aus Zypern und Kyrene“ auch auf eine bewusste theologische Abgrenzung gegenüber den Zerstreuten, die das "Wort“ nur zu Juden redeten, zurückzuführen ist.

 

Die "Hellenisten“ ("Hellênistai“) sind Menschen aus dem griechischen Sprach- und/oder Kulturraum. Dabei schreibt der Verfasser der Apg nicht, welcher Religion diese Menschen angehören. Es kann sich also um Heiden, Juden oder Christen handeln. In 6,1 ist ebenfalls von "Hellenisten“ die Rede. Dort ist davon die Rede, dass zur Zeit des Wachsens der Zahl der Jünger (Jesu) ein Streit zwischen "Hellenisten“ und "Hebräern“ entstand, weil erstere ihre Witwen nicht ausreichend versorgt sahen. Die vorausgehende Rede von "Jüngern“ lässt annehmen, dass es sich um einen Streit unter Christen handelte. Die "Hellenisten“ sind wohl als (Juden-)Christen des griechischen Sprach- und/oder Kulturraums zu identifizieren, die "Hebräer“ als (Juden-)Christen des hebräischen Sprach- und/oder Kulturraums. In 11,20 kommt allerdings eine Deutung der "Hellenisten“ als (Juden-)Christen nicht infrage, denn das Reden der zerstreuten Judenchristen ist eindeutig missionarischer Art. Ebenso wenig kommen − im Gegensatz zu 9,29 - Juden in Frage, weil die Juden als eine von den "Hellenisten“ unterschiedene Gruppe erscheinen. Folglich kann es sich bei den "Hellenisten“ in 11,20 nur um Heiden handeln.

Die offensichtlich von 6,1 und 9,29 unterschiedene Bedeutung der Bezeichnung "Hellênistai“ mag in 11,20 zur Textvariante "Hellênai“ ("Griechen“) geführt haben. Die Bezeichnung "Hellênai“ verdeutlicht, dass es sich bei den missionierten Nichtjuden um Heiden aus dem griechischen Sprach- und/oder Kulturraum handelte. Umgekehrt kann man aber auch angesichts einiger durchaus gewichtiger Textzeugen − anders als Nestle-Aland, 27. Aufl. - die Bezeichnung "Hellênai“ für ursprünglich und "Hellênistai“ für eine spätere Korrektur halten. Die Korrektur könnte zwecks Anpassung an 6,1 und 9,29 erfolgt sein. Auch könnte "Hellênistai“ für "Hellênai“ eingesetzt worden sein, weil verdeutlicht werden sollte, dass Petrus der erste Heidenmissionar war (vgl. 10,1-11,18). Die Männer aus Zypern und Kyrene hätten demnach keine Heiden ("Hellênai“), sondern nur Juden griechischer Sprache und/oder Kultur ("Hellênistai“) missioniert.

 

Fraglich ist, ob die Heidenmission der aus Zypern und Kyrene stammenden Zerstreuten vor oder nach der Heidenmission des Petrus in Cäsarea stattgefunden hat. Die in der Apg gegebene Reihenfolge der Ereignisse lässt beiderlei Annahmen zu: Einerseits wird die Verfolgung und Zerstreuung schon in 8,1 und damit vor der Kornelius-Erzählung berichtet. Das spricht dafür, dass sich auch das in 11,19-21 berichtete Geschehen vor der Heidenmission des Petrus in Cäsarea ereignet hat, zumal gemäß 8,4 die aufgrund der Verfolgung Zerstreuten schon längst − wenn auch nur unter Juden in Judäa und Samarien - mit ihrer Verkündigung begonnen haben. Andererseits ordnet der Verfasser der Apg seinen Erzählstoff so an, dass Petrus als der erste Heidenmissionar erscheint und erst danach die Heidenmission der aus Zypern und Kyrene stammenden Zerstreuten erfolgt. So lässt sich festhalten, dass in der Apg zwar Petrus als der erste Heidenmissionar erscheint, in Wirklichkeit sich jedoch die erste Heidenmission nicht an einer Person festmachen lässt. Diese dürfte ein Gemeinschaftswerk zahlreicher, in der Apg nicht namentlich genannter Judenchristen gewesen sein.

 

Wo und auf welche Weise die Heidenmission in Antiochia erfolgt ist, bleibt offen. Die Verkündigung kann in Synagogen erfolgt sein, in die auch gottesfürchtige Heiden kamen. Dann wäre jedoch zu fragen, wie die strenge Aufteilung der Zuhörer in Juden und Gottesfürchtige erfolgt ist. Zwar haben die aus Zypern und Kyrene stammenden Zerstreuten sowohl (gottesfürchtige?) "Hellenisten/Griechen“ als auch Juden missioniert, doch haben sich die anderen verkündigenden Zerstreuten ausschließlich an Juden gewandt. Die Verkündigung kann auch in der Öffentlichkeit auf Straßen und Plätzen erfolgt sein und sich dort konkret an (gottesfürchtige) Heiden gerichtet haben. Dann wäre jedoch ein forsches Verhalten anzunehmen, wie es eigentlich in weit gehend heidnischer Umgebung kaum wahrscheinlich ist. Schließlich kann die Heidenmission auch im Rahmen privater oder geschäftlicher Beziehungen erfolgt sein. Das würde jedoch entsprechende Beziehungen zwischen Heiden und Judenchristen voraussetzen, die jedoch angesichts der Sorge der Judenchristen vor Verunreinigung durch Kontakt mit Heiden nicht selbstverständlich gewesen sein dürften. Allerdings ist zu bedenken, dass sich in einer weit gehend heidnischen Gesellschaft private und geschäftliche Kontakte mit Heiden kaum vermeiden ließen. Vielleicht wurde in einer multikulturellen Stadt wie Antiochia gesellschaftlichen Unterschieden auch weniger Beachtung als anderswo geschenkt. Außerdem mag die Hemmschwelle der Judenchristen gegenüber gottesfürchtigen Heiden niedriger als gegenüber anderen Heiden gewesen sein.

 

Es fällt auf, dass den "Hellenisten/Griechen“ − anders als den Juden (vgl. 2,36; 5,42; 8,5; 9,22) - nicht "Jesus Christus“, also Jesus als Messias, sondern "der Herr Jesus“ verkündigt wurde. Handelt es sich um eine Anpassung der Verkündigung an die Denkweise der Heiden? Diese konnten mit dem Titel "Herr“ ("kyrios“) mehr anfangen als mit dem spezifisch jüdischen Messiasgedanken, denn ihnen war der Titel "Herr“ vom römischen Kaiserkult her geläufig.

 

Weiterführende Literatur: Zum frühen Christentum in der multikulturellen Großstadt Antiochia und zu den gesellschaftlichen Beziehungen zwischen Heiden, Juden, Judenchristen und Heidenchristen siehe V. Eid 2010, 21-23.

 

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V. 21

 

Beobachtungen: Die Formulierung "die Hand des Herrn war mit ihnen“ macht deutlich, dass das Gelingen der Verkündigung auf das Wirken des "Herrn“ zurückzuführen ist. Die "Hand“ steht hier also für Wirkmacht, ohne die das Gelingen nicht möglich gewesen wäre.

Ob der Titel "Herr“ hier Jesus Christus oder Gott meint, ist unklar. Für Jesus Christus sprechen die Identifikation in V. 20 und die Tatsache, dass Jesus Christus in der Apg durchaus als wirkmächtig erscheint (vgl. insbesondere 9,34); für Gott spricht, dass es sich bei der "Hand Gottes“ um einen atl. Anthropomorphismus handelt (vgl. 2 Sam 3,12; 1 Chr 4,10; 28,19; Jes 66,2) und in Lk 1,66 die "Hand des Herrn“ angesichts der noch nicht erfolgten Geburt Jesu eindeutig die "Hand Gottes“ meint.

Unklar ist auch, ob die Bekehrung zum "Herrn“ als Bekehrung zu Gott oder als Bekehrung zu Jesus Christus zu verstehen ist. Weil die Verkündigung spezifisch christlich ist, ist letzteres Verständnis wahrscheinlicher. Selbst wenn die Bekehrung zu Gott gemeint sein sollte, wäre Gott als Vater Jesu Christi zu denken.

 

Die Bekehrung einer stattlichen Zahl von Menschen in Antiochia wird ungewöhnlicherweise mit zwei Verben ähnlicher Bedeutung ausgedrückt: "pisteusas epetrepsen“ ("kam zum Glauben und bekehrte sich“). Diese Formulierung macht deutlich, dass der christliche Glaube eine Hinwendung zum "Herrn“ erfordert.

Das Relativpronomen "ho“ ("die“) ist eigentlich nicht erforderlich und wird dementsprechend von einigen Textzeugen weggelassen. Als schwierigere Lesart dürfte die Fassung mit dem Relativpronomen jedoch ursprünglich sein. Die schwierigere Lesart birgt die Gefahr des Missverständnisses, dass nicht alle, die zum Glauben kamen, sich zum "Herrn“ bekehrten, sondern nur "eine große Zahl“. Tatsächlich dürfte aber gemeint sein, dass es eine große − und eben nicht eine kleine - Zahl war, die zum Glauben kam und sich zum "Herrn“ bekehrte.

 

Weiterführende Literatur: Laut H. Zeigan 2006, 65-78 hätten die Wachstumsnotizen der Apg (2,47b; 5,14-16; 6,7; 9,31; 11,21-24; 12,24; 13,49; 16,5; 19,20; 28,30-31) eine wichtige gliedernde Funktion und machten deutlich, dass es sich bei der Apg um eine Wachstumsgeschichte handelt. Die Gliederung sei wie folgt: 1,1-3: Prolog; 1,4-6,6: Die Jerusalemer Urgemeinde (1,4-2,47a: Der Geist in der Gemeinde; 2,47b: Wachstum der Jerusalemer Gemeinde; 3,1-5,13: Auftreten der Gemeinde; 5,14-16: Wachstum der Jerusalemer Gemeinde und ihrer Taten; 5,17-6,6: Probleme der jungen Gemeinde); 6,7: "Das Wort wuchs“; 6,8-12,23: Die Mission (6,8-9,30: Die Mission der Hellenisten außerhalb Jerusalems; 9,31: Wachstum der Gemeinde in Judäa, Galiläa, Samaria; 9,32-11,20: Die Heidenmission; 11,21-24: Wachstum der Gemeinde Antiochias; 11,25-12,23: Antiochia und Jerusalem); 12,24: "Das Wort wuchs“; 13,1-48: Die systematische Heidenmission; 13,49: "Das Wort wuchs / verbreitete sich“; 13,50-19,19: Systematische Heidenmission in weitem Umkreis (13,50-16,4: Probleme der Heidenmission; 16,5: Wachstum der heidenchristlichen Gemeinden; 16,6-19,19: Ausbreitung der Mission); 19,20: "Das Wort wuchs“; 19,21-28,29: Der Weg zum Ziel; 28,30-31: Das Wort ist am Ziel.

 

 

Literaturübersicht

 

Eid, Volker; Eine urchristliche "Großstadtgemeinde“. Antiochia am Orontes, WUB 14/3 (2010), 21-23

Zeigan, Holger; Die Wachstumsnotizen der Acta. Ein Vorschlag zur Gliederung des lukanischen Werks, BN NF 131 (2006), 65-78

 

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