Auslegung und Bibliographie zur Bibel


Römerbrief

Brief des Paulus an die Römer

Röm 11,17-24

Studieren Sie die Bibel! Hier finden Sie einen Einstieg in die wissenschaftliche Auslegung von Bibeltexten mit Literaturangaben.

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Jede Seite enthält eine Übersetzung des jeweiligen Bibeltextes, sowie Beobachtungen (Vorbereitung der Auslegung), Hinweise zu weiterführender Literatur und eine abschließende Literaturübersicht.

Röm 11,17-24



Übersetzung


Röm 11,17-24:17 Wenn aber einige von den Zweigen herausgebrochen wurden, du aber - obwohl du vom wilden Ölbaum stammst - inmitten der übrigen eingepfropft wurdest und Teilhaber an der Fett spendenden Wurzel des Ölbaums wurdest, 18 dann rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Wenn du dich aber rühmst, [so wisse]: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel dich! 19 Du wirst nun sagen: „Es wurden [deshalb] Zweige herausgebrochen, damit ich eingepfropft werden konnte.“ 20 Na gut - aufgrund des Unglaubens wurden sie herausgebrochen, du aber hast aufgrund des Glaubens [deinen] Stand gewonnen. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich [vor Gott]! 21 Denn wenn (der) Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat, wird er auch dich nicht verschonen. 22 Sieh nun Gottes Güte und Strenge an: Gegenüber den Gefallenen Strenge, aber dir gegenüber Gottes Güte, wenn du bei der Güte bleibst - sonst wirst auch du abgehauen! 23 Jene aber werden, wenn sie nicht beim Unglauben bleiben, [wieder] eingepfropft werden. Denn (der) Gott hat die Macht, sie wieder einzupfropfen. 24 Denn wenn du aus dem [seiner] Natur nach wilden Ölbaum herausgehauen und wider [die] Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft wurdest, um wie viel mehr werden sie, die naturgemäß sind, dem eigenen Ölbaum [wieder] eingepfropft werden.



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V. 17


Beobachtungen: Die V. 17-24 thematisieren das Verhältnis der Heidenchristen zu den Juden. Dies geschieht mittels eines Ölbaumgleichnisses, zu dem V. 16 hinführt. Paulus greift möglicherweise das Bild vom Ölbaum Jer 11,16 auf, formt es jedoch erheblich um. Zwar erscheint wie in Jer 11,16 (vgl. Hos 14,6-7) das Volk Israel als Ölbaum, doch ist bei Jeremia davon die Rede, dass dem Ölbaum im Feuersturm des Gottesgerichts die Zweige verbrannt werden. Vom Verbrennen der Zweige spricht Paulus nicht. Außerdem stellt Paulus im Gegensatz zu Jer 11,16 nicht den Baum an sich in den Mittelpunkt, sondern die Zweige. Daher werden der Stamm und die Äste nicht erwähnt.


Zusätzlich zum Ölbaum, bei dem es sich um einen kultivierten (= edlen) Ölbaum handeln dürfte, spricht Paulus auch von einem wilden Ölbaum. Da Paulus in V. 13 direkt die mehrheitlich heidenchristlichen Adressaten des Römerbriefs anspricht und die folgenden Verse sich damit konkret an Heidenchristen richten, dürfte das Personalpronomen „du“ in V. 17 jeden einzelnen Heidenchristen meinen. Folglich sind mit dem wilden Ölbaum die Heidenchristen gemeint.


Aus dem (edlen) Ölbaum wurden Zweige ausgebrochen. Bei diesen ausgebrochenen Zweigen dürfte es sich um die verstockten Juden handeln, die Jesus nicht als in der hebräischen Bibel (= AT) verheißenen Messias (= Christus = Gesalbter = Heilsbringer) anerkennen. Der (edle) Ölbaum ist also ein Bild für die Judenchristen, der wilde Ölbaum für die Heidenchristen.

Aus dem Ausbrechen und Einpfropfen von Zweigen geht Paulus’ Verständnis vom Volk Israel hervor. Er folgt dem Verständnis der hebräischen Bibel (= AT) insofern, als auch für ihn „Israel“ einen Heilsbegriff darstellt: Wer zu Israel gehört, hat am Heil Anteil. Er bindet die Zugehörigkeit zum Volk Israel jedoch nicht an die fleischliche, sondern an die geistliche Abstammung von den Erzvätern. Volk Israel sind demnach alle Glaubenden, und zwar konkret die an Jesus Christus Glaubenden. Das Einpfropfen der Zweige verdeutlicht die Überschreitung der Grenzen fleischlicher Abstammung. Heidenchristen gehören demnach nicht dem Fleische nach zum Volk Israel, aber dem Geiste nach.


Der (edle) Ölbaum erscheint dabei als Bild für das Heil. Alle diejenigen, die Teil des (edlen) Ölbaums sind, haben Anteil am Heil. Das Heil wird auch denen zuteil, die zum wilden Ölbaum gehören. Da Paulus vom Ausbrechen von Zweigen des (edlen) Ölbaums und vom Einpfropfen von Zweigen des wilden Ölbaums inmitten der verbliebenen Zweige des (edlen) Ölbaums spricht, scheint Paulus eine Verbindung zwischen dem (edlen) Ölbaum und dem wilden Ölbaum wichtig zu sein. Es geht ihm um die Teilhabe an derselben Wurzel. Dabei ist nicht die Wurzel des wilden Ölbaums von Bedeutung, sondern ausschließlich die Wurzel des Ölbaums.


In V. 16 hat Paulus die Wurzel des (edlen) Ölbaums als „heilig“ bezeichnet. Dabei ist jedoch offen geblieben, ob die Wurzel die ersten Judenchristen meint oder die Erzväter Israels, die zugleich Erzväter der Glaubenden sind. Insbesondere Abraham, der ausdrücklich als Glaubender bezeichnet und mit dem christlichen Glauben in Verbindung gebracht wird, könnte die Wurzel darstellen oder zumindest zur Wurzel gehören.

Die Wurzel des (edlen) Ölbaums ist nicht nur heilig, also in einer besonderen Beziehung zum heiligen Gott zu sehen, sondern sie hat auch heilspendende Wirkung. Diese Wirkung geht aus der Formulierung „Fett spendende Wurzel“ („rhiza tês piotêtos“, wörtlich übersetzt „Wurzel der Fettheit“) hervor. „Fett“ ist ein Begriff für Wohlstand und Wohlergehen, sodass man auch von „fetten“ Weiden oder „fetten“ Kühen spricht. Wohlstand und Wohlergehen beziehen sich aber nicht nur auf materielle Dinge, sondern auch auf geistliche. Am besten wird diese Verbindung bei dem aus den Öliven gewonnenen Öl deutlich. Das Olivenöl ist zum einen Brennstoff und wird für die Beleuchtung mittels Öllampen verwendet. Zum anderen ist es im gesamten Mittelmeerraum ein wichtiger Bestandteil der Küche, mit dem zahlreiche Gerichte zubereitet werden. Darüber hinaus kann das Öl als Kosmetikum dienen oder zu Heilungszwecken verwendet werden. Von besonderer geistlicher Bedeutung ist es als Bestandteil des Salböls, mit dem Könige, Priester und Propheten gesalbt wurden, und als Bestandteil von verschiedenen Opfern, insbesondere Speiseopfern. Die Salbung von Königen, Priestern und Propheten stellt dabei nicht nur einen rein formalen Akt der Amtseinsetzung dar, sondern verdeutlicht auch die Gegenwart Gottes mit dem Gesalbten. Mit der Gegenwart Gottes verbindet sich die Hoffnung auf das Heil. Diese Heilshoffnung geht insbesondere aus den Begriffen „Messias“ bzw. „Christus“ hervor, die „Gesalbter“ bedeuten. Ist „Jesus“ zunächst nur ein gewöhnlicher Männername, so geht aus dem Titel „Christus“ die Heilsbedeutung des Titelträgers hervor. Weil nur die Kreuzigung und Auferstehung eines einzigen „Jesus“ genannten Menschen für die Menschheit heilbringende Bedeutung hat, wird auch nur ein Mensch „Jesus Christus“ genannt. Jesus Christus ist dementsprechend auch nicht nur ein gewöhnlicher Mensch, sondern der Sohn Gottes. Jesus Christus vereint also in extremster Form „Fett“, also Öl, Gegenwart Gottes bzw. Göttlichkeit und Wohlergehen.

Wenn Paulus die Wurzel des (edlen) Ölbaums als „Fett spendend“ bezeichnet, dann tut er dies deshalb, weil die Wasser- und Nährstoffaufnahme durch die Wurzel Voraussetzung für das Entstehen von Oliven und Olivenöl ist. Nun besteht die Möglichkeit, die Wurzel auf die ersten zu Jesus Christus bekehrten Juden oder auf die Erzväter Israels zu beziehen. Gegen ersteren Bezug spricht die Tatsache, dass die ersten Judenchristen zwar zur Heilssphäre gehören, aber kein Heil spenden. Letzterer Bezug ist daher wahrscheinlicher. Zwar spenden auch die Erzväter Israels nicht direkt Heil, doch sind sie als Glaubensvorbilder indirekt Heilsvermittler. Sie haben den Verheißungen Gottes geglaubt, wobei Paulus den Glauben insbesondere auch auf Jesus Christus bezieht. Die Verbindung des Glaubens an den Gott Israels und an dessen Verheißungen mit dem Glauben an Jesus Christus liegt insofern nahe, als die Verheißung des Messias eine zentrale Verheißung der hebräischen Bibel (= AT) ist. Weil Paulus Jesus für den verheißenen Messias hält, gehört zu dem Glauben an die Verheißungen des Gottes Israels auch der Glaube an Jesus Christus.


Das Einpfropfen von Zweigen eines wilden Ölbaums auf einen kultivierten Ölbaum dürfte ein Bild sein, das der antiken Praxis entspricht, wie Ausführungen dazu aus dem Handbuch eines im 1. Jh. n. Chr. lebenden Landwirtschaftsexperten zeigen (vgl. Columella, De re rustica V 9,16-17; 11,1-15; ähnlich im 4. Jh. Palladius im Werk „Opus agriculturae“). Der Landwirtschaftsexperte geht davon aus, dass durch das Einpfropfen von Zweigen eines wilden Ölbaums angeregt werden kann, dass ein fruchtbarer, aber erschöpfter Ölbaum wieder Oliven hervorbringt.


Weiterführende Literatur: Zur Struktur und Bedeutung von Röm 11 siehe D. G. Johnson 1984, 91-103.


Zum Argumentationsfaden von Röm 11 und zu den exegetisch-theologischen Gesichtspunkten siehe J.-N. Aletti 2009, 197-223.


Unter relevanztheoretischen Gesichtspunkten beleuchtet P. J. Maartens 1997, 1000-1029 den Abschnitt 11,16-24.


Dass die Deutung von Texten vom historischen Kontext abhänge, der sich im Laufe der Zeit wandele, betont P. J. Maartens 1997, 1030-1051, der sich mit dem kritischen Dialog von Struktur und Leser in 11,16-24 befasst.


J. Adam 2003, 124-144 versteht seinen Aufsatz als einen Beitrag zur Christologie des Apostels Paulus, der sich freilich wiederum selbst der Diskussion zu stellen habe. J. Adam bestimmt zunächst den theologischen Ort des Abschnitts 11,16-24 innerhalb des Römerbriefes (I), worauf nach einigen Hinweisen zur Struktur die Übersetzung des Abschnitts folgt (II). Sodann wird der besondere Stellenwert von 11,16 als der für das weitere Verständnis maßgeblichen Exposition bedacht (III). Auf diesem Hintergrund können anschließend die entscheidenden Aussagen von 11,16.17-24 – wenn auch nur in groben Zügen – nachgezeichnet werden (IV). Ein knapp formuliertes Fazit schließt die Überlegungen ab.


H. Räisänen 1990, 156-172 meint, dass man sich eingestehen solle, dass zwischen dem Glauben Israels und Paulus ein Bruch besteht.


D. M. Davis 2006, 404-418 versucht zu zeigen, wie Paulus die fesselndste Streitfrage bezüglich Andersartigkeit seiner Zeit und seines Ortes in Gang setze, nämlich das Verhältnis zwischen Christentum und Judentum. Fern von einer engen und beschränkten Sicht von Gottes Heilswerk durch Jesus Christus habe Paulus eine überwältigende, wundererfüllte Sichtweise des Werkes Gottes durch Christus.


M. Harding 1998, 55-69 geht dem Hintergrund der paulinischen Rede von der Zerstörung Israels und der überraschenden Rettung gemäß Röm 9-11 nach. Ergebnis: Der hermeneutische Rahmen, in dem sich Paulus bei der Darstellung der Zerstörung Israels bewege, sei mit demjenigen der Propheten und frühen jüdischen Autoren, die von deuteronomischen Formulierungen beeinflusst seien, identisch.


Eine enge Verbindung zwischen dem Segnen und dem Einpfropfen sieht W. Riggans 1987, 205-206.


A. G. Baxter, J. A. Ziesler 1985, 25-32 legen mit Hinweis auf die Schriften „De re rustica“ (V 11,1-15) und „De arboribus“ (26-27) des Landwirtschaftsexperten und paulinischen Zeitgenossen Columella dar, dass das Einpfropfen von Sprösslingen eines wilden Ölbaums auf einen kultivierten Ölbaum keineswegs so unsinnig ist, wie von manchen Auslegern angenommen, sondern in der Antike durchaus der Praxis entsprach. Diese Praxis sei aber nur bei kranken oder schwachen Bäumen zur Belebung angewandt worden. Auf das Volk Israel übertragen bedeute das, dass Israel durch das Einpfropfen von Heiden(christen) wieder belebt wird.

P. F. Esler 2003, 103-124 merkt an, dass sich Paulus wohl nicht auf die von Columella überlieferte Technik beziehe, sondern auf eine im östlichen Mittelmeerraum gängige Praxis, die von Theophrast in den Schriften „De causis plantarum“ (I 6,1-10) und „De historia plantarum“ (II 1,1-4) überliefert und sogar noch in der Gegenwart angewandt werde. Bei dieser Praxis würden wilden (Öl-)Bäumen Sprösslinge von kultivierten (Öl-)Bäumen eingepfropft. Paulus kehre die Praxis für sein Bild wohl absichtlich in das Gegenteil um, um den Dünkel griechischer Christusanhänger in Rom zu untergraben. Das Ergebnis sei ein Bild von der Christusbewegung, bei dem die einzelnen Gruppierungen deutlich voneinander unterschieden sind, wobei die judäischen Glieder als den anderen überlegen dargestellt würden.

M. Hartung 1999, 127-140 will den kultischen Vorgang, der dem Bild von der Teighebe (Röm 11,16a) und den agrartechnisch-biologischen Vorgang, der dem Gleichnis vom Ölbaum (Röm 11,17-24) zugrundeliegt, näher darstellen und theologisch auswerten sowie der Frage nachgehen, warum Paulus die kultische Ebene mit der biologischen verknüpft. Laut M. Hartung kehre Paulus den in der Gartenbautechnik tatsächlich angewandten Pfropfvorgang zum Veredeln von Kulturpflanzen im Ölbaumgleichnis bis ins Detail absichtlich um, um zu zeigen, dass Gott in seinem Handeln völlig frei ist und Kirche und Juden untrennbar sind, weil beide Abraham zur Wurzel haben. Kämpft Paulus hier bereits gegen seine eigene Wirkungsgeschichte an?


M. Rastoin 2007, 73-79 sieht in einem Midrasch, der vom babylonischen Talmud (bYev 63a) zitiert werde, um die Segnung Abrahams in Gen 12,3 zu kommentieren, eine analoge Metapher zu den eingepfropften Zweigen Röm 11,17. Sie bilde den Hintergrund für das Verständnis des paulinischen Bildes, umso mehr als Paulus das Vorbild Abrahams in Röm 4 ausführlich entfaltet habe und uns aufgrund von Gal 4 seine Kenntnis haggadischer Traditionen hinsichtlich der Geschichte Abrahams bekannt sei.


J. C. T. Havemann 1997, 87-106 kommt zu dem Schluss, dass Paulus in 11,17-24 wohl deshalb das Bild vom Ölbaum und nicht dasjenige vom Weinstock, das im NT ansonsten mehrfach vorkomme, benutze, weil er im Hinblick auf eschatologische Vorstellungen zwei Ziele verfolge: Erstens könne er das Geheimnis der offensichtlichen Zurückweisung des Messias erklären und zweitens bewahre das Bild vom Ölbaum die Heidenchristen davor, sich ihres neuen, unverdienten Status‘ vor Gott und den Juden, die den Messias zurückgewiesen haben, zu rühmen.


K. Haacker 1997, 209-222 sieht einige Ähnlichkeiten in Denkstrukturen und Ausdrucksmitteln der Schriften des Paulus (insbesondere auch der Textstellen Röm 11,12.15.17-24) und der Schriften Philos von Alexandrien. Einiges spreche dafür, die Gemeinsamkeiten mindestens teilweise auf eine ähnliche Rezeption bestimmter Bibeltexte durch beide Autoren zurückzuführen. Eine direkte Bekanntschaft des Paulus mit Schriften Philos zeige sich nicht, was jedoch nicht viel besage, weil Paulus abgesehen von biblischen Schriften kaum Hinweise auf das von ihm aufgenommene und verarbeitete Bildungsgut gebe.


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V. 18


Beobachtungen: Paulus wendet sich gegen den Selbstruhm der Heidenchristen. Dabei benutzt Paulus nicht das Verb „kauchaomai“ („rühmen“), sondern das Verb „katakauchaomai“ („herabrühmen“). Die Heidenchristen sollen also nicht nur vom Selbstruhm Abstand nehmen, sondern auch davon, auf die „Zweige“ verächtlich herabzublicken. Da Paulus die „Zweige“ nicht näher bestimmt und damit unklar bleibt, ob die ausgebrochenen oder die am (edlen) Ölbaum verbliebenen Zweige gemeint sind, handelt es sich wohl nicht um ein Herabblicken konkret auf Juden oder Judenchristen, sondern um ein Herabblicken auf Juden und Judenchristen gleichermaßen. Auch wenn ein Teil des Volkes Israel den Glauben an Jesus Christus verweigert, so haben doch alle Volksgenossen zumindest fleischlich die glaubenden Erzväter als Vorfahren. Diese Ehre kommt keinem Heidenchristen zu.


Wenn sich ein Heidenchrist dennoch selbst rühmt, dann soll er dies im Bewusstsein tun, dass sein Heil nicht auf der eigenen Person und den eigenen Werken gründet, sondern auf dem Glauben an die Verheißungen und insbesondere an den verheißenen Messias. Das Verb „tragen“ („bastazô“) drückt ein Abhängigkeitsverhältnis aus: Das Getragene ist vom Tragenden abhängig, kann nicht ohne das Tragende gedeihen. Die Heidenchristen erhalten nicht unabhängig vom Volk Israel Anteil am Heil, sondern nur durch die Teilhabe an den Verheißungen samt der Messiasverheißung, die konkret an das Volk Israel ergingen.


Weiterführende Literatur: N. Walter 1997, 219-220 meint, dass Paulus den edlen Ölbaum, seine Wurzel und das von ihr aus in die Zweige (bzw. Früchte!) strömende Fett am ehesten auf Gott – auf sein Erwählen und Verheißen und die von ihm ausströmende Heilsgnade – beziehe; aber nicht seien sie unmittelbar mit Israel als Volk zu identifizieren.

Laut P. von Osten-Sacken 1987, 303-304 sei die „Wurzel“ – wie auch die „Teighebe“ - als Verweis auf die Judenchristen, die den Beginn der Rettung Israels darstellten, zu sehen.

M. Theobald 1999, 208-209 meint, dass die angemessenste Metapher von der „Wurzel“ sei, diese auf Abraham bzw. die Erzväter insgesamt zu beziehen und den Ursprung des Baums in Gottes Erwählung bzw. seinem Wort der Verheißung zu sehen. Vgl. W. Keller 1998, 199-201, der schlussfolgert: Wenn die „Wurzel“ auf die Patriarchen zu deuten ist, so der Ölbaum auf Israel in seinen Gliedern, die von den Patriarchen abstammen. Ähnlich K. H. Rengstorf 1978, 127-164; D. Sänger 1986, 118. Auch M. Neubrand, J. Seidel 2000, 61-76 deuten die „Wurzel“ als Abraham, wobei sie kritisieren, dass die anderen Deutungen großenteils nicht die eindeutige Unterscheidung zwischen den einzelnen Teilen (Wurzel, Stamm, Zweige) des Baumes beachteten. Allerdings hinterfragen sie die ihrer Meinung nach unter den Auslegern geradezu einen Konsens darstellende Annahme, dass der edle Ölbaum eine Metapher für „Israel“ oder das „Volk Gottes“ sei. Anstelle einer solchen Auslegung schlagen sie vor, den Ölbaum als Metapher für den Messias zu sehen. Jesus sei Nachkomme Abrahams und die zahlreichen „In-Christus-Sein“-Aussagen sprächen für diese Deutung.

Nach Meinung von R. Schwindt 2007, 64-91 bestimme sich aus der Wurzel die Bedeutung des ganzen Ölbaums. Eine Besonderheit dieses Baumes bestehe nämlich darin, dass das Wurzelwerk nicht unter der Erde verborgen liegt, sondern in seiner massiven Gestalt von dem Stamm kaum unterschieden werden kann. So stelle Paulus den Heiden denn auch vor Augen, dass sie von der Wurzel des Baumes, dessen Zweige sie geworden sind, getragen werden. An einer Differenzierung von Wurzel und Stamm scheine Paulus also nicht gelegen. Von daher sei eine Allegorisierung des Ölbaums auf den Messias Christus hin auszuschließen. Aus der generischen Identität von Stamm und Wurzel ergebe sich vielmehr ein erneuter Bezug auf den göttlichen Erwählungs- und Verheißungslogos, der hier jedoch nicht von den Vätern, sondern von Israel repräsentiert werde.

Mit der Ekklesiologie von 11,11-24 befasst sich F. Mußner 1987, 153-159, der eingangs das zum Lexem „Wurzel“ gehörige Wortfeld dieses Abschnittes ins Auge fasst. Dabei vertritt er die Ansicht, dass in V. 18 bei dem Begriff „Wurzel“ auch an den Stamm des Edelölbaums gedacht sei, nicht bloß an die Väter Israels, sondern an Israel überhaupt, das die Kirche „trage“.


Gemäß H. Zeigan 2006, 119-132 liege die besondere Nuance des paulinischen Bildes Röm 11,18 nicht in dem Hinweis auf eine etwaige Verwurzelung des Christentums im Judentum, sondern in der Mahnung, Vorsicht walten zu lassen seitens der – neu eingepfropften – Christen: Die Erwählung, als wilder Zweig in den Ölbaum eingepfropft zu sein, sei kein reservierter Freifahrtschein; die Erwählung könne – im Gegensatz zur Erwählung der natürlichen Zweige, die durch den Ersten Bund mit Gott längst besiegelt sei – jederzeit rückgängig gemacht werden: Denn nicht du trägst den Glauben, sondern der Glaube trägt dich!


In Röm 10,4 heißt es: „Christus, das Ende des Gesetzes“. M. Stowasser 1996, 1-18 fragt: Christus, das Ende welchen Gesetzes? Sind die ethischen Gebote der Tora auch für Christen bindend oder stellt das Liebesgebot als „Erfüllung des Gesetzes“ (vgl. Gal 5,14; Röm 13,8-10) die Grundlage für ein neues, unabhängiges ethisches System dar? Ergebnis: Für den sittlichen Bereich lasse sich bei Paulus keine Stelle anführen, an der er in ähnlich expliziter Weise ein Ge- oder Verbot für aufgehoben erklärt, wie er dies für die kultisch-rituelle Tora insgesamt deutlich tue. Andererseits falle auf, dass er in den ermahnenden Teilen seiner Briefe auch dort nicht auf das Gesetz zurückgreift, wo für einen konkreten Fall ein entsprechendes Gebot zur Verfügung steht. Eine Antwort auf die Fragen sei schwierig, doch sei von der Gültigkeit zumindest einiger konkreter Einzelweisungen der Tora auszugehen (vgl. Röm 11,18.29; laut 9,4 gehöre auch das Gesetz zu den in 11,29 erwähnten Gaben), auch wenn der für die paulinische Tradition erhobene Befund zunächst eher skeptisch mache. M. Stowasser sieht das Liebesgebot als hermeneutisches Kriterium an. Diesem entsprächen manche atl. Sozialgesetze, die darüber hinausgehend selbst mit jenem sozialethisch selektiven Gesetzesbegriff in Einklang stünden, der sich im paulinischen Traditionsstrom vielfach widerspiegele.


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V. 19


Beobachtungen: Paulus spricht weiterhin direkt ein „Du“ an, dem er einen möglichen Einwand in den Mund legt. Das „Du“ kann sich zwar auf eine ganz bestimmte Person beziehen, doch ist hier wohl eher eine fiktive Person im Blick. Diese dürfte mit jedem Heidenchristen zu identifizieren sein, der so selbstherrlich wie die fiktive Person ist. Die Anrede eines fiktiven Gesprächspartners ist typisch für die Diatribe („diatribê“ = „Unterredung“), eine von rhetorischen Fragen, Zitaten und Sprüchen, ironischen Aussagen, fiktiven Reden, Paradoxien sowie Antithesen und Parallelismen geprägte Unterredung. Dabei ist jedoch nur der Gesprächspartner an sich fiktiv, nicht jedoch dessen Gedankengut. Dieses ist durchaus real und dürfte Paulus bei verschiedenen Begegnungen mit Menschen begegnet sein.


Die Selbstherrlichkeit des „Dus“ hängt eng mit der egozentrischen Sicht der Dinge zusammen: Der Blick richtet sich nur auf das eigene Heil, wobei angenommen wird, dass für das eigene Heil das Unheil anderer erforderlich ist. Um Platz für die Zweige des wilden Ölbaums zu schaffen, mussten Zweige vom (edlen) Ölbaum abgehauen werden. Der Heide konnte nur deshalb Teil Israels werden, weil Juden verworfen wurden.


Weiterführende Literatur:


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V. 20


Beobachtungen: Diese Sichtweise ist an sich noch nicht egozentrisch und auch nicht selbstherrlich; Paulus stimmt ihr vielmehr zu. Einen egozentrischen und selbstherrlichen Charakter erhält sie erst durch Fehlannahmen, die der eigenen Person zu viel Gewicht geben. Gegen diese Fehlannahmen wendet sich Paulus in V. 20-24.


Zunächst stellt Paulus heraus, dass Unheil oder Heil nicht von der Persönlichkeit des einzelnen Menschen abhängt, sondern vom Unglauben oder Glauben. Der Unglaube hat zum Abhauen von Zweigen geführt, der Glaube führt zum Verbleib am (edlen) Ölbaum oder zur Einpfropfung.

Wenn Paulus dazu auffordert, nicht hochmütig zu sein sondern sich zu fürchten, so macht dies deutlich, dass er den Glauben nicht als eine Leistung des Menschen ansieht, auf die dieser stolz sein könnte. Vielmehr soll sich der Mensch fürchten, und zwar vor Gott, wie aus V. 21 hervorgeht. Gott bewirkt den Glauben, weshalb er zu fürchten ist und kein Anlass zum Selbstruhm seitens des Glaubenden besteht.


Das Verb „fürchten“ („phobeomai“) ist nicht in erster Linie im Sinne von Angst haben zu verstehen, sondern im Sinne von Ehrfurcht entgegenbringen. Die Ehrfurcht beinhaltet aber auch das Bewusstsein, unter bestimmten Umständen dem Zorn Gottes ausgeliefert sein zu können, vor dem man tatsächlich Angst haben muss.


Weiterführende Literatur: F. Mußner 1990, 137-138 kritisiert die seiner Meinung nach in der Einheitsübersetzung willkürlich erfolgte Ergänzung „Du aber stehst an ihrer Stelle.“


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V. 21


Beobachtungen: Aus V. 21 geht die grundsätzliche Möglichkeit der Verwerfung des selbstherrlich auf sein eigenes Heil verweisenden Heidenchristen hervor. So wie Gott die natürlichen - gemeint ist: die natürlicherweise dem (edlen) Ölbaum zugehörigen - Zweige nicht verschont hat, so kann er auch die in die verbliebenen Zweige eingepfropften Zweige des wilden Ölbaums verwerfen. Die eigene Persönlichkeit garantiert folglich nicht das Heil.


Fraglich ist, ob das die Drohung abmildernde „vielleicht“ („mê pôs“) zum ursprünglichen Text gehört oder nachträglich von einigen Textzeugen hinzugefügt wurde.


Weiterführende Literatur:


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V. 22


Beobachtungen: Es gilt nicht, die eigene Persönlichkeit und das eigene Heil zu betonen, sondern das Wesen Gottes anzusehen: Zum Wesen Gottes gehören sowohl Güte als auch Strenge.


Die Strenge trifft die Gefallenen. Stehen und Fallen beziehen sich auf den Glauben. Wer steht, ist hinsichtlich des Glaubens aufrecht (vgl. V. 20), wer gefallen ist, hat den Glauben verweigert oder ist von Glauben abgefallen.

Die Wahl des griechischen Wortes „apotomia“ („Strenge“) mag im Hinblick auf das Ölbaumgleichnis erfolgt sein, denn es fällt die Ähnlichkeit mit dem Begriff „apotomê“ („abschneiden/abschlagen“) auf. Wer vom (edlen) Ölbaum angeschlagen wird, bekommt die Strenge Gottes zu spüren. Präzisierend ist allerdings zu sagen, dass die Strenge nicht alle Abgehauenen trifft, sondern nur die unwiderruflich Abgehauenen. Gemäß 11,11 ist nämlich zwischen dem Straucheln und dem Fallen zu unterscheiden. Dass Juden nicht an Jesus Christus glauben, ist als Straucheln zu verstehen, nicht als Fallen. Es besteht weiterhin die Möglichkeit der Bekehrung. Erst wenn diese Bekehrung ausgeschlossen ist, ist der Fall erfolgt. Dann ist die Trennung vom (edlen) Ölbaum endgültig und erst dann trifft die Verstockten die ganze Strenge Gottes.


Der Begriff „Güte“ („chrêstotês“) zeigt an, dass das Heil nicht vom Menschen selbst verdient ist, sondern der Güte Gottes entspringt. Der Heidenchrist kommt so lange in den Genuss der Güte, wie er bei ihr verbleibt. In der Formulierung „wenn...“ klingt die Möglichkeit an, dass sich ein Christ aus dem Bereich der Güte begibt, indem er sich vom Glauben an Jesus Christus lossagt. Das Lossagen kann als willentliche Handlung des vormals Glaubenden verstanden werden, aber angesichts der Tatsache, dass Gott den Glauben bewirkt, auch auf Gottes Wirken zurückgeführt werden.


Weiterführende Literatur:


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V. 23


Beobachtungen: Nun wendet sich Paulus gegen eine weitere Fehleinschätzung, die die Betonung des eigenen Heils als egozentrisch und selbstherrlich erscheinen lässt. Es handelt sich um die Ansicht, dass die herausgebrochenen Zweige für immer vom (edlen) Ölbaum getrennt bleiben. Paulus macht deutlich, dass die natürlicherweise dem (edlen) Ölbaum zugehörigen Zweige diesem wieder eingepfropft werden können. Es besteht also die Möglichkeit, dass sich bisher verstockte Juden zu Jesus Christus hinwenden und damit wieder am Heil Anteil bekommen.


Die Rückkehr zum Heil ist kein Werk des Bekehrten und auch kein Automatismus, sondern ist ebenso wie die Trennung vom Heil mit Gottes Macht zu begründen. Wer Gott fürchtet, ist sich dieser Macht bewusst.


Weiterführende Literatur:


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V. 24


Beobachtungen: Röm 11,24 folgt der rabbinischen Auslegungsmethode „Leichtes und Schweres“ (kal wa-homer). Die Schlussfolgerung, die Paulus aus einer Feststellung zieht, hat im Hinblick auf die Feststellung erst recht Gültigkeit. Typisch für diese Auslegungsmethode ist die Formulierung „wenn... um wieviel mehr...“.


Inwieweit ein Zweig in schon vorhandene Zweige des (edlen) Ölbaums eingepfropft werden kann, hängt davon ab, inwieweit er natürlicherweise dem (edlen) Ölbaum angehört. Ein Zweig eines gänzlich artfremden Baumes wie beispielsweise der Zeder kann nicht eingepfropft werden. Das Einpfropfen ist nur möglich, wenn es sich um einen Zweig eines Ölbaums handelt, und sei es ein wilder. Und wenn schon der Zweig eines wilden Ölbaums eingepfropft werden kann, dann kann es erst recht ein aus dem (edlen) Ölbaum gebrochener Zweig, der der Natur nach dem (edlen) Ölbaum angehört. Das Einpfropfen der ausgebrochenen Zweige, also die Hinwendung der Juden zu Jesus Christus, ist Thema des folgenden Abschnitts 11,25-32.


Ebenso wie das Einpfropfen in den (edlen) Ölbaum und das Ausbrechen aus dem (edlen) Ölbaum ist auch das Abhauen vom wilden Ölbaum als Wirken Gottes zu verstehen. Dass sich Heiden vom alten, heidnischen Glauben abwenden und zum christlichen Glauben hinwenden, wurde und wird von Gott bewirkt. Der Mensch ist also diesbezüglich nicht Handelnder, sondern an ihm wird gehandelt.

„Wider die Natur“ bedeutet wohl nicht, dass das Einpfropfen von Zweigen eines wilden Ölbaums auf einen kultivierten Ölbaum nicht der Praxis entspricht, sondern dass die Zweige eines wilden Ölbaums von Natur her nicht zu einem kultivierten Ölbaum gehören und deren Einpfropfen somit ein unnatürlicher Vorgang ist.


Hat Paulus in 11,17-24 bisher den Ölbaum als „elaia“ („Ölbaum“) bezeichnet, so benutzt er in V. 24 den Begriff „kallielaios“ („edler Ölbaum“). So verdeutlicht er, dass es sich um einen eigens für das Hervorbringen von Oliven kultivierten Ölbaum handelt. Der Begriff lässt die herausragende Stellung erkennen, die Paulus trotz der Verstockung einiger Israeliten dem Volk Israel zukommen lässt.


Weiterführende Literatur: Das eschatologische Heil des Volkes Israel Röm 11,1-36 thematisiert H. Hübner 1984, 99-126.



Literaturübersicht


Adam, Jens; Kinder Gottes und Erben der Verheißung. Erwägungen zu Röm 11,16-24, in: G. Brüske u. a. [Hrsg.], Oleum laetitae (JThF 5), Münster 2003, 124-144

Aletti, Jean-Noël; Romains 11: Le développement de l’argumentation et ses enjeux exégético- théologiques, in: U. Schnelle [ed.], The Letter to the Romans (BETL 226), Leuven 2009, 197-223

Baxter, Anthony G.; John A. Ziesler; Paul and Arboriculture: Romans 11,17-24, JSNT 24 (1985), 25-32

Davis, D. Mark; The Centrality of Wonder in Paul’s Soteriology, Interp. 60/4 (2006), 404-418

Esler, Philip F.; Ancient Oleiculture and Ethnic Differentiation: The Meaning of Olive-Tree Image in Romans 11, JSNT 26/1 (2003), 103-124

Haacker, Klaus; Die Geschichtstheologie von Röm 9-11 im Lichte philonischer Schriftauslegung , NTS 43 (1997), 209-222

Harding, Mark; The Salvation of Israel and the Logic of Romans 11:11-36, ABR 46 (1998), 55-69

Hartung, Matthias G.; Die kultische bzw. agrartechnisch-biologische Logik der Gleichnisse von der Teighebe und vom Ölbaum in Röm 11.16-24 und die sich daraus ergebenden theologischen Konsequenzen, NTS 45/1 (1999), 127-140

Havemann, J. C. T.; Cultivated Olive – Wild Olive: The Olive Tree Metaphor in Romans 11:16-24, Neotest. 31/1 (1997), 87-106

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